01.04.2018

Die Baufamilie rennt

Der Deutsche Architekturmarathon feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Im Mai findet der Staffellauf bereits zum zehnten Mal in Mainz statt. Wir unterhielten uns mit Hartmut Woike, einem der Initiatoren.

 

Herr Woike, Sie sind bereits 27 Jahre in der Baubranche tätig und selbst passionierter Läufer. Wie kamen Sie auf die Idee, einen Architekturmarathon zu veranstalten?

Den Architekturmarathon gibt es in dieser Form seit 2009. Er ist die Weiterentwicklung des Deutschen Architekten- und Ingenieurlaufs, der bis dahin in einem aufgelassenen Bergwerk 700 Meter unter der Erde stattfand. Die Idee dazu hatte ich 2007 während der 30-jährigen Jubiläumsfeier von AS Architekten-Service, gemeinsam mit Astrid Oestereich, damals stellvertretende Geschäftsführerin der Architektenkammer Thüringen, und Evelin Portz, Hauptgeschäftsführerin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen.

Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Marathon?

Wir wollen der gesamten „Baufamilie“, also neben den Architekten und Ingenieuren auch den Unternehmen und den Bauherren, die Möglichkeit zum sportlichen Miteinander geben. Der Architekturmarathon soll ein Gemeinschaftserlebnis für alle sein. Und auch abseits der Strecke ist Teamgeist gefragt: Bereits im Vorfeld entwerfen Architekturstudenten die Pokale, bevor sie von Auszubildenden aus dem Handwerksbereich gefertigt werden.

Wie ist die Resonanz? Gibt es denn genügend laufbegeisterte Architekten?

Mir kommt es nicht darauf an, eine Massenveranstaltung durchzuführen. Ich möchte eine Plattform für den intensiven Austausch außerhalb des täglichen, teilweise sehr arbeitsintensiven Alltags bieten. Und das funktioniert sehr gut. In diesem Jahr feiern wir Jubiläum. Der deutsche Architekturmarathon findet zum zehnten Mal statt. Darauf können alle Beteiligten stolz sein, die Organisatoren und die Läufer.

Halten Sie denn die 42,2 km durch?

Das war einmal. Meine Frau und ich laufen am liebsten die Halbmarathondistanz, also 21,1 Kilometer. Die Läufer können sich aber auch in Viererteams zusammenschließen und Teilabschnitte zwischen 7 und 14 Kilometern laufen.

Das BAU-Team läuft nicht nur mit, es spon­sert auch die Veranstaltung. Ihre Begeiste­rung für die BAU müsste also groß sein …

Ja, ich bin ein richtiger Fan der BAU. Das Angebot und der Zuspruch auf dieser Messe suchen ihresgleichen, deshalb fühlen sich sowohl Fachbesucher als auch Aussteller bestens aufgehoben.

Ihr Marathon ist mit einem guten Zweck verbunden. Ein Grund mehr, mitzulaufen …

Dieser Punkt liegt mir ganz besonders am Herzen. Für jeden gelaufenen Kilometer unterstützen die Teilnehmer/innen die Deutsche Behindertensportjugend mit 42,195 Cent. So helfen alle mit, den Kindern und Jugendlichen durch Sport positive Werte für Fairness, Teamgeist und Einsatzfreude zu vermitteln.

 

Harmut Woike ist Geschäftsbereichsleiter Marketing und Vertrieb bei der „AS Architekten-Service GmbH“


Am 6. Mai findet der Deutsche Architekturmarathon erneut in Kooperation mit dem Gutenberg-Marathon in Mainz statt. Die Teilnehmer können sich hierbei in Viererteams zusammenschließen und Teilstrecken von 7, 9, 12 oder 14 Kilometern laufen. Der Staffelmarathon richtet sich nicht nur an Architekten, sondern an alle sportbegeisterten Bauherren, Handwerker und Bauunternehmer. Die Anmeldung ist noch bis zum 30. April online möglich.

Infos: www.deutscherarchitekturmarathon.de